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Superimpei

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Petshurin (auch Superimpei)

Bedeutung: 108 Formen

Die Superimpei Kata ist die höchste der GOJU-Ryu-Kata. Für einen Aussenstehenden mag dies durch die Länge der Kata deutlich werden. Die Spannungsunterschiede im Körper des Ausführenden sind von einer prägenden Bedeutung und geben ihr diesen Stellenwert.

Im Grundschema durchläuft der Sportler bei dieser Kata dreimal die Form eines Kreuzes. Daneben gibt sie einmal das Kreuz in einer Drehung von 45 Grad als Diagonalkreuz wieder. Hierdurch werden die „Acht-Karate-Ecken“ (Embusen-Linien) symbolisiert. Somit werden die Angreifer aus jeder Richtung bekämpft. (Diese Betrachtung der Acht-Karate-Ecken lässt sich auch in der Kata Shisoshin beobachten). In den ersten drei Kreuzen des Grundschemas werden überwiegend kurze Distanzen zum imaginären Gegner eingenommen. Die Spannung des Körpers ist bei jeder Technik unterschiedlich. Schnelle Haraiotoshi-Bewegungen mit Zuki-Techniken auf das Armgelenk des Gegners zeigen Parallelen zu Sesan und Kururun-Ha auf. Der Ausübende hat das Gefühl, sich harmonisch im Raum zu bewegen. Im Diagonalkreuz werden längere, raumausfüllende Techniken (Shiko-Dachi mit Ippon-Ken und Haraiotoshi-Uke) ausgeführt.

Sanchin-Dachi mit Uke- und Zukame-Bewegungen weisen deutliche Parallelen zur Sesan auf.

Die Drehung um 360 Grad mit Mikazuki-Geri und dem Mae-Tobi-Geri vermitteln den Eindruck von Schnelligkeit und Kraft. Der Mae-Tobi-Geri dient nicht der Raumüberbrückung zum Gegner, sondern ist vielmehr ein Sprung im Stand (z.B. um einen Angriff zu den Beinen mit dem Stock oder Schwert auszuweichen). Dynamische Uraken-Uchi-Techniken erinnern an Saifa und Seenshin.

Als Ergebnis ist festzustellen, dass sich in der Superimpei alle GOJU-Ryu-Kata widerspiegeln.

Dies wird dadurch belegt, dass man hier teilweise analoge Technikabläufe wieder findet. Es wird auch das Hauptziel des GOJU-Ryu-Karate dargestellt, nämlich die Distanz zum Gegner zu verkürzen und den Nahkampf herbeizuführen.

In der Übersetzung bedeutet Superimpei „108 Formen“ bzw. „108 Kampfbewegungen“. Dies ist die okinawanische Bedeutung der für diese Bezeichnung stehenden chinesischen Zeichen. Die Zahl 108 könnte für die im Buddhismus stehenden 108 irdischen Leidenschaften oder Sehnsüchte des Menschen stehen. Nach einer anderen Theorie haben 108 Karate-Meister an der Entwicklung dieser Kata mitgewerkt. Eine weitere Theorie besagt, dass eine Mehrzahl chinesischer Kampfstile, die wiederum auf südindische Lehren verweisen, 108 Stellen des menschlichen Körpers benennen, die gegen Angriffe besonders empfindlich sind.

 
 


Kururunfa

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Kururun-Ha (auch Kururunfa)

Bedeutung:

    • Kururun = beständig,
    • Ha = brechen,
    • Fa = Burgmauer

Aus der Übersetzung des Namens, „beständig brechen“, lässt sich der Schwerpunkt der Kata ableiten. Die Kata Kururun-Ha besteht aus den verschiedensten Hebeln und anderen Techniken, die auf die Gelenke des Gegners abzielen.

Die zentrale Aktion ist die Befreiung aus dem sog. “Doppel-Nelson-Hebel“. Aber auch Kombinationen, in denen das Knie des Gegners erfasst bzw. gehebelt wird, beinhalten eine hohe Körperspannung.

Würde man die Kata aufgrund von dynamischen, lang gestreckten Faust- oder Fusstechniken bewerten wollen, so käme man zu dem Ergebnis, dass die Kata überwiegend das „JU“ betont, da nur in einer Passage ein Mae-Geri ausgeführt wird. Hält man sich jedoch vor Augen, dass Hebeltechniken und Techniken in die Gelenke des Gegners nur stark (nicht unbedingt dynamisch) ausgeführt werden können, so gewinnt das „GO“ grössere Bedeutung.

 

 
 


Sesan

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Sesan

Bedeutung: 13 Formen

Die Kata Sesan wird durch die vielen offenen Handtechniken bestimmt, wie Kake-Uke, Nihon-Nukite, Yonhon-Nukite und Zukame-Waza. Fusstritte zum Knie des Gegners sowie Doppelfaust- oder Dreifachfausttechniken, wie sie hier ausgeführt werden, sind ideal für den Nahkampf. Es werden nicht eindeutig vernichtende Techniken gezeigt, sondern vornehmlich solche, die den Gegner wiederholt treffen und schliesslich zermürben sollen.

Die überwiegend hohen Stände, wie Sanchin-Dachi und Suri-Ashi-Dachi rufen den Eindruck hervor, direkt am Gegner zu stehen, wie dies für den Nahkampf typisch ist. Die Technikauswahl in Sesan ist bestimmt durch das „GO“, entsprechend der Härte des Nahkampfes. Der Kata-Ablauf stellt keine besonders hohe körperliche Belastung dar, sondern tendiert mehr zum „JU“.

 

 
 


Sepai

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Sepai(auch Seipai)

Bedeutung: 18 Formen

Die Kata Sepai gibt sehr viele unterschiedliche Elemente wieder.
Harmonische Bewegungen, wie der Eröffnungspassage in Kamae oder Harai-Uke im Shiko-Dachi, Neko-Ashi-Dachi mit Haraiotoshi-Uke und Zukame geben der Kata sehr viel Ruhe.
Andere dynamisch vorgetragene Kombinationen innerhalb der Kata bringen sehr viel Spannung und Kraft zum Ausdruck.
Einmalig in allen GOJU-Ryu-Kata ist im Sepai das Auftreten zeitgleicher Angriffs- und Abwehrtechniken (Furi-Uchi und Uchi-Uke).
Dachi-Wasa mit hoher Körperspannung, wie Sanchin-Dachi mit Hebeltechniken oder Kosa-Dachi mit Jodan-Fausttechniken, erhöhen den Spannungsanteil in der Kata.
Die Ausgeglichenheit zwischen schnellen, langsamen und kraftvollen Techniken lassen die Kata als besonderes Beispiel der Harmonie der Gegensätze erleben.

 
 


Shisochin

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Shisoshin (auch Shisochin)

Bedeutung: Mehrmaliges Pressen, Dagegenhalten

Die Armtechniken in der Kata Shisoshin sind überwiegend Techniken mit geöffneten Händen, wie Haishu-Uke, Nukite, Zukame in verschiedenen Ausführungen und vor allem Empi-Techniken mit geöffneten Händen. Die vermittelt den Eindruck des „JU“ in der Kata.

Interessant ist jedoch, dass der vorwiegend ausgeführte Stand der Zenkutsu-Dachi ist. Der Zenkutsu-Dachi ist in GOJU-Ryu-Kata eher selten. Er ist der längste Stand und erlaubt relativ grosse Raumüberbrückungen und starke Hüfteinsätze. Dieser starke Hüfteinsatz wird besonders deutlich in den 45-Grad-Positionen, in denen ein Mae-Empi-Uchi ausgeführt wird. Bei der Ausführung des starken Hüfteinsatzes wurde nicht eine weitreichende gestreckte Armtechnik gewählt, wie z.B. Gyaku-Zuki, sondern eine enge Distanz mit einer Empi-Technik.

In der Ausführung des kreuzförmigen Schrittdiagramms mit Zenkutsu-Dachi wird durch die langsamen Bewegungen ein Eindruck von Harmonie vermittelt. Zu bemerken ist, dass sowohl der Zenkutsu-Dachi als auch die Jodan-Teisho-Ate-Technik raumnehmend sind und in einer schnellen Ausführung höhere Beschleunigungswerte erreicht werden könnten. Dies ist jedoch nicht gefordert, vielmehr ein harmonischer Spannungsaufbau und ein klarer, fliessender Rhythmus.

 
 


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  1. Sanseru
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